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Thomas Vester

Liebe OemetanerInnen, liebe Kunden und Partner,mit Stolz kann Oemeta auf eine 100-jährige Firmengeschichte zurückschauen. Der Weg zu dem, was Oemeta ist, wurde geprägt durch zwei Weltkriege, Strategie- und Standortwechsel, Wirtschafts- und Oelkrisen. Im Kern blieb Oemeta aber immer unverändert, ein mittelständisches, familiengeführtes Unternehmen, das mit seinen engagierten und loyalen Mitarbeitern zu einer innovativen und international aufgestellten Firma geworden ist.

Dem Mut und der Entschlossenheit der Gründerväter, ein Unternehmen mitten im Weltkrieg zu gründen, auf- und auszubauen, um am Ende des nächsten Weltkrieges mit leeren Händen wieder komplett neu zu starten, gebührt viel Respekt. Noch heute bestimmt eine Gründerfamilie die Geschicke der Oemeta.

Auch die Entscheidung der Geschäftsführung, Anfang der 90er Jahre einen Betriebsteil (Schleifwerkzeuge) zu verkaufen, um sich produktseitig zu fokussieren und gleichzeitig den Ausbau der Auslandsaktivitäten voranzubringen, war zukunftsweisend.

Heute ist Oemeta weltweit in den wichtigsten Industrieländern mit acht Tochtergesellschaften und/oder Partnern vertreten, hat weltweit knapp 200 Mitarbeiter und zählt zu den Marktführern in dem Produktsegment Metallbearbeitungsflüssigkeiten.

Durch Konzentration auf Prozessmedien zur Bearbeitung unterschiedlichster Materialien können wir unseren Kunden ein stets verbessertes Paket an technologisch führenden Produkten, Beratung und Dienstleistungen anbieten. Die ganzheitliche Betrachtung der Kundenbedürfnisse und daraus resultierende wirtschaftliche, umwelt- und humanverträgliche Lösungen ist und bleibt unser Anspruch.

Ich danke und gratuliere allen, die an dieser Erfolgsgeschichte mitgearbeitet haben, den Gründern und nachfolgenden Generationen sowie den heutigen Mitarbeitern, die die Geschichte nun weiterschreiben dürfen.

Signature

Thomas Vester
Geschäftsführender Gesellschafter

1916 - 1920

16.12.1916

Gustav Däbritz und Otto Schmitz gründen in Berlin die Oemeta GmbH mit dem Ziel „der Herstellung und des Vertriebs von Oelen, Oelersatzen und Fetten“.

Entstehung des Firmennamens: Oel + Metall = Oemeta

1917

In Berlin wird in gepachteten Räumen zunächst in der Königsberger Straße, später in der Chaussee Straße die Produktion von wasserlöslichem Bohröl und ähnlichen Kühlmitteln für Werkzeugmaschinen aufgenommen.

Gründung der Firma Norddeutsche Schleifscheibenfabrik GmbH in Liebsgen, Kreis Sorau

1920

Erwerb des in Bötzow-West (rd. 8 km nordwestlich der Berliner Stadtgrenze) gelegenen Geländes mit den darauf befindlichen Gebäuden der ehemaligen Berliner Müllverwertungsgesellschaft.

Umfirmierung in OEMETA Chemische Werke GmbH

Oemeta bietet sowohl Bohröle als auch keramisch- und kunstharzgebundene Schleifwerkzeuge an. Mit dieser Produktkombination ermöglicht Oemeta ihren Kunden effiziente Produktionsprozesse in der sich damals schnell entwickelnden industriellen Massenproduktion.

In den USA wird 1915 der wassermischbare, emulgierbare Kühlschmierstoff (KSS) erfunden. Damals war für diese Produktgruppe der Begriff ‚Bohröl‘ üblich. Die Bezeichnung KSS wurde erst in den 70er Jahren eingeführt.

1921 - 1945

1921

Beginn der Bohröl-Fabrikation in Bötzow und der Produktion von Schleifkörpern in Liebsgen

1923

Der Betrieb von Schleifkörpern in Liebsgen wird stillgelegt, liquidiert und nach Bötzow verlegt.

1924-1944

Der Betrieb in Bötzow wird ständig an das wachsende Geschäft angepasst.

1945

Im Zuge der Kampfhandlungen werden die Verkaufs- und Verwaltungsbüros in Berlin, Uhlandstraße/ Ecke Kurfürstendamm restlos zerstört. Das Werk Bötzow wird beschlagnahmt und durch die Besatzungsmacht demontiert. Die Gesellschaftler werden entschädigungslos enteignet und fliehen nach Westdeutschland.

Die damals üblichen, aus heutiger Sicht einfachen Produkte, bestehend aus Mineral- und natürlichen Fettölen sowie Sulfonaten und Seifen für Emulgierwirkung und Korrosionsschutz, werden kontinuierlich weiterentwickelt.
Nicht zuletzt die Entwicklung der Luftfahrtindustrie stellt durch die dort verwendeten.

Leichtmetalle neue Anforderungen an die Leistungsfähigkeit der Produkte. Schmierleistungsadditive werden erstmals eingesetzt, um diese Anforderungen zu erfüllen. Um die Lebensdauer der wassergemischten Bohröle zu verlängern, kommen zunehmend Biozide wie z. B. Phenole zum Einsatz.

1946 - 1953

Gesellschafter (vlnr.) Dr. Schmitz-Lammers, A. Däbritz, E. Winkler

1946 - 1948

Neubeginn in dem Notquartier in Unterschlechtbach (Kreis Waiblingen) in gemieteten Räumen der Fa. Hahn & Kolb. Erweiterung des Gesellschafterstamms um Familie Winkler auf drei Gesellschaftler. Versuch, bei den einschlägigen Stellen eine Gewerbeerlaubnis zur Herstellung von Kühlschmierstoffen und Schleifkörpern zu bekommen. In Mannheim erhält man die Genehmigung zur Herstellung von Schleifkörpern und in Hamburg zur Produktion von Kühlschmierstoffen. Mangels eigener Maschinen und Einrichtungen vereinbart Oemeta mit den Ölwerken Julius Schindler GmbH Hamburg im Lohnverfahren Kühlschmierstoffe herzustellen. Sitz des Unternehmens ist nun in Mannheim.

1949

Auf der Suche nach geeigneten Produktionsstandorten in und um Hamburg wird man in Uetersen, Schleswig-Holstein, fündig. In gemieteten Räumen der Fa. Hermann Behrendt, Ossenpadd, Uetersen, startet die Fertigung von Kühlschmierstoffen. Fast gleichzeitig beginnt in der Hafenbahnstr. 30, Mannheim, die Produktion von Schleifkörpern.

1950

Gründung der Chemischen Fabrik Uetersen mit dem Zweck, die Immobilie von der Fa. Hermann Behrend zu kaufen.

1952

Bau neuer Produktionsanlagen für Schleifkörper auf dem gekauften Gelände in Uetersen. Einige Mitarbeiter, die bereits im Werk Bötzow tätig sind, ziehen zum Neubeginn nach Uetersen und bilden den Grundstock für das benötigte Personal zur Produktion von Schleifwerkzeugen.

1953

Verlegung des Firmensitzes von Mannheim nach Uetersen und damit einhergehend der Umzug der Schleif­werkzeugfertigung nach Uetersen

Nach dem zweiten Weltkrieg befindet sich sowohl die metallbearbeitende als auch die chemische Industrie zunächst in einer Wiederaufbauphase mit stark beschränkter Rohstoffverfügbarkeit. Man versucht, die Rezepturen den Marktbedingungen anzupassen. Natürliche, oleochemische Rohstoffe, z. B. Tierfette bzw. deren Derivate spielen dabei eine große Rolle und werden auch heute noch in großem Umfang in Kühlschmierstoffen verwendet.

Die neue Schleifwerkzeugfabrik wird mit modernster Fertigungstechnologie ausgerüstet und ermöglicht die Herstellung von Schleifscheiben bis 800 mm Durchmesser.

1954 - 1970

1954

Umbau der alten Fertigungsanlagen für Kühlschmierstoffe unter Fortsetzung der laufenden Produktion, Abriss des alten Gebäudeteils von innen heraus.

1956

Das heutige Verwaltungsgebäude entsteht.

1956 - Jubiläumsausgabe der Belegschaft zum 40-jährigen Firmenjubiläum.

1958

Im Eingangsbereich des Verwaltungsgebäudes gestaltet der Maler und Bildhauer Johannes Ufer ein Relief, das verschiedene Materialien für Schleifkörper darstellt.

1960

Mitglied im Verband der Schmierstoff-industrie e. V. (VSI)

1961

Stiftung einer Glocke für die neu erbaute Erlöserkirche am Ossenpadd

1962

Bau einer Fasswaschhalle zur Reinigung und Wiederverwertung von Rollrandfässern. Erste bauliche und technische Erweiterungen der Schleifkörperproduktion.

1969 - 1970

Expansion des Betriebes durch Erweiterung der Laborkapazitäten (An- und Umbau)

Dieser Zeitabschnitt ist gekennzeichnet durch die Entwicklung zahlreicher neuer Kühl­schmierstoff­technologien, welche durch das Wiedererstarken der deutschen chemischen Industrie gestützt wird.

Die ersten synthetischen, mineralölfreien und halbsynthetischen Produkte („Frigidol, Frigilux“) sowie mit niedrigem Mineralölgehalt. („Oemeta Universal, Frigomet“) werden in den Markt gebracht und sind sehr viel stabiler in der Anwendung als die klassischen Bohröle.

Die gesamte Brenntechnik wird sukzessive erneuert. Haubenöfen mit Wärmerückgewinnung und Nachverbrennungsanlagen kommen zum Einsatz.

1975 - 1998

1975

Bau eines neuen Haubenofens (9m3) für die Produktion von Schleifwerkzeugen.

© Firma Hermes Schleifmittel

1978

Beitritt zur UNITI Bundesverband mittelständischer Mineralölunternehmen e. V.

1985

Ausscheiden der Gesellschafterfamilie Schmitz-Lammers durch den Verkauf der Firmenanteile an die Mitgesellschaftler

Uetersener Nachrichten - 17.12.1992

1992

Zum Ende des Jahres 1992 wird der Betriebsteil Schleifkörper an die Firma Hermes Schleifmittel GmbH & Co KG verkauft, mit dem Ziel, sich auf den Bereich Kühlschmierstoffe und die Internationalisierung zu konzentrieren. Mitarbeiterzahl sinkt von 144 auf 50. Exportquote liegt zu diesem Zeitpunkt unter 20%.

1994

Gründung Oemeta China, Wuhan, Hubei

1996

Erstmalige Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001

1998

Gründung Oemeta UK, Banbury, Oxfordshire. Verkauf der Firmenanteile von der Gesellschafterfamilie Winkler an die Familie Vester, Nachkommen der Gründerfamilie Däbritz

In den 70er Jahren etablieren sich die borsäurebasierten KSS im Markt. Oemeta startet die UNIMET-Produktreihe als robustes Mengenprodukt.

Oemeta entwickelt Anfang der 80er den weltweit ersten wassermischbaren Kühlschmierstoff auf Esterölbasis. „ESTRAMET“ ermöglicht dem Anwender, Aluminium­legierungen deutlich effizienter als bisher zu bearbeiten. Das gilt auch für die KSS-Innovation der 90er Jahre. Oemeta bringt das revolutionäre „HYCUT“-Multifunktionsölsystem mit sehr großem Erfolg in den Markt.

Die Schleifscheibenfabrik wird mit hohem finanziellen Aufwand kontinuierlich modernisiert.

2000 - 2011

2000

Exportanteil liegt erstmalig über 50%

2001

Neubau Logistikhalle für die Lagerung von Fertigprodukten und Rohstoffen.

2003

Gründung Oemeta USA in Delaware, heutiger Firmensitz Salt Lake City, Utah Gründung Oemeta Kanada, Ingersoll, Ontario

2004

Neubau eines Verwaltungs-, Logistik- und Produktionsgebäudes in Wuhan. Gründung Oemeta Polen, Wroclaw (Breslau). Beginn der Modernisierung aller Labore (Service- und Forschung & Entwicklungs- sowie Betriebslabor)

2005

Erstmalige Umwelt­management-Zertifizierung nach DIN EN ISO 14001

2007

Als erstes Chemie-Unternehmen in Schleswig-Holstein führt Oemeta das Arbeits­schutzmanagement „Sicher mit System“ ein und wird dafür ausgezeichnet. Neubau des Außentanklagers. Einführung eines Prozessleitsystems in der Produktion.

2010

Gründung Oemeta Singapur.

2011

Gründung Oemeta Indien, Pune.

HYCUT etabliert sich als „das“ Produkt für die spanende Bearbeitung von Motorenbauteilen. Heute werden über 50% des Gesamtumsatzes der Oemeta-Gruppe mit HYCUT-Produkten erzielt. Die Chemikalien­gesetzgebung in Europa wird zunehmend restriktiver. Oemeta entwickelt daher die Palette an borfreien Produkten weiter. 2003 wird mit großem Erfolg das borfreie Breitenprodukt ALUMET AL 900 in den Markt gebracht, 5 Jahre später folgt die formaldehydfreie Weiterentwicklung NOVAMET 910.

2012 - 2016

2012

Modernisierung des Foyers unter Beibehaltung der alten Stilelemente und des Reliefs sowie der Sozialräume (Coole Pause)

Der Kühlschmierstoff, das flüssige, kühlende Werkzeug für die Industrie – betreut von Coolen Spezialisten (Employer Branding Broschüre)

2013

Gründung Oemeta CR, Brünn, Tschechien

2014

Start der Produktion in China, erster Produktionsstandort außerhalb von Deutschland. Erweiterung Tankkapazität durch neue Lagertanks.

2015

Kauf eines Grundstücks in den USA als zukünftiger Produktionsstandort.

2016

Heute ist Oemeta ein international aufgestelltes Unternehmen mit weltweit knapp 200 Mitarbeitern.

2012 tritt die EU-Biozidverordnung in Kraft, welche die Anwendung von Bioziden in wassermischbaren und wassergemischten Kühlschmierstoffen deutlich verkompliziert und verteuert. Als Antwort bringt Oemeta 2013 den ersten langzeit­stabilen bor- und biozidfreien KSS auf den Markt.

2015 entwickelt Oemeta eine Bearbeitungs­ölfamilie auf Basis der neuen synthetischen GTL (Gas-To-Liquid)-Technologie. Technologieführer und Prozess­optimierer beim Kunden zu sein, dafür steht die Marke Oemeta seit 100 Jahren und das bleibt ihr Credo auch in Zukunft.